Erinnerung an Günther Häger

Aus Anlass, des 100. Geburtstag von Günther Häger
Erzählt von Herbert Kessler. 

 

Vor einem Jahr ging er für immer von uns. Er war so etwas wie die gute Seele im Verein. Günther freute sich, wenn die Kinder und alle jüngeren Vereinsmitglieder Onkel Günthi zu ihm sagten. Ja, er war eine besondere Persönlichkeit. Für den Nachwuchs hatte er immer ein Ohr offen und die Sammelaktionen bei den „alten Wespen“ versüßten  nicht nur die Weihnachtsfeiern der kleinen Wespen, sondern auch die der Herrenmannschaften.

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Während seiner langen Mitgliedschaft im Verein hatte er hatte wohl fast alle Ämter inne, die es bei Wespe zu vergeben gab. Als 10jähriger Junge kam er zum Fußballsport. Bei unserem neu gegründeten Verein kickte er bei den Straßenfußballern mit und spielte dann viele Jahre im aktiven Herrenbereich. Seine Erinnerungen gab er gerne den Wochenblättern zur Kenntnis und so wurden viele schöne Berichte über die vergangenen Jahre des Vereins veröffentlicht und viele Geschichten von der Lutterothstraße und Umgebung. Schließlich wurde hier unser Verein von Straßenfußballern ins Leben gerufen . Und Günther war immer bei den Wespen mittendrin – besonders als Stimmungskanone. Was haben wir über seine Lieder gelacht, die er uns gerne und mit Leidenschaft vorsang.

 

Nahe dem NDR, in Lokstedt, wurde mein 50. Geburtstag kräftig gefeiert. Natürlich sorgte Günthi für Stimmung. Feierlicher Höhepunkte waren seine Beiträge und auch das Wespelied wurde von ihm vorgesungen. Mehr als 100 Gäste sangen begeistert mit und letztlich musste er es sogar dreimal wiederholen.

 

10 Jahre später feierte ich meinen 60 jährigen Geburtstag und erneut war unser Günthi Mittelpunkt im Kreise vieler Sportfreunde. Besonders als Stimmungskanone, die er ja immer war, ist er mir im Gedächtnis geblieben. So erinnere ich mich ganz besonders an die lustigen Gesänge in meiner Küche. Die Küche – Insider werden wissen was damit gemeint ist – mit dem Namen „Wespe-KITA-Kronsaalsweg“ .

 

Leider machten ihm jahrelang die Folgen eines Autounfalls zu schaffen, von denen er sich nie wieder richtig erholen konnte. Im gesegnetem Alter von 99 Jahren verließ er uns für immer. Gerne hätten wir alle seinen 100. Geburtstag mit ihm gemeinsam gefeiert und ihm gratuliert.

 

Ich erinnere mich gerne an unseren Günthi.