Der beliebteste Frauen-Mannschaftssport der Welt – ist Fußball

Nicht nur in der Welt von Männern ist der beliebteste Sport der des Fußballspiels, sondern auch in der Damenwelt gilt das Fußballspiel als die beliebteste Mannschaftssportart und das weltweit. Grund genug, im Sportverein West-Eimsbüttel von 1923 erneut dies Thema anzugehen.

FuM 360x200Erinnern wir uns, seit erst 1970 ist es den im DFB organisierten Fußballvereinen gestattet weibliche Fußballmannschaften aufzustellen. Auch wir als Hamburger Traditionsverein haben damals diese Möglichkeit aufgegriffen und Frauen- bzw. Mädchenmannschaften eingerichtet. Ganz im Gefühl, als Protagonist sich modern darzustellen, müssen wir uns im Rückblick selbstkritisch eingestehen, dass möglicherweise unser Verein noch nicht reif auf diese Herausforderung war. Schlussendlich trennten sich nämlich 1973 (und das im Streit) die weiblichen Aktivisten und Wespe voneinander. Sie suchten daraufhin in anderen Vereinen eine neue Heimat. Immerhin waren in unserem weiblichen Kader so bekannte Persönlichkeiten wie z.B. Hannelore Ratzeburg und andere.

„Die Zukunft des Fußballs ist weiblich, weil die Frauen genau die Art von Fußball spielen, die wir alle sehen möchten: elegant, technisch hochstehend, offensiv.“
(Sepp Blatter, FIFA-Präsident)

 

Jungen und/oder Mädchen – sportlich gesehen

Fußballgene haben wir alle in uns. Denn egal, ob es sich um einen Jungen oder ein Mädchen handelt, kicken wollen erst einmal alle. Wer erliegt nicht der Versuchung einer auf dem Boden bzw. dem Gehweg liegenden Dose einen Tritt zu versetzen. Und wenn ich beobachte, wie die begleitenden Eltern die anderen kleinen Geschwister auf unseren Sportplatz mitbringen, so ist es egal ob Jungen oder Mädchen, sie fangen sofort und automatisch an mit dem Ball herum zu schießen.

Frauenfußball-PicKaum zu glauben, aber dennoch Realität. Die Spielintelligenz setzt bei Mädchen viel früher ein als bei Jungs. Strategisches oder gar taktisches Denken setzt i.d.R. erst im Alter von sieben bis acht Jahren ein. Hier fällt es den Mädchen viel leichter nach Lösungen zu suchen, um den Ball am gegnerischen Verteidiger vorbei zu kicken. Dagegen haben die Jungs immer noch (emotionelle) Schwierigkeiten, sich vom Ball zu trennen und ihn abzugeben, wenn sie ihn erst einmal haben. Auch körperlich können durchaus die Mädchen mit den Jungs mithalten. Unterschiede in Schnelligkeit und Kraft zeigen sich erst im Alter von ca. zwölf Jahren. Spätestens hier sollte eine Vereinsführung auch das Problem gemeinsamer Umkleidekabinen gelöst haben.

Leider höre ich immer noch Sätze wie „Wenn Frauen spielen, ist das doch kein richtiger Fußball.“  Völlig normal erscheint es, wenn die kleinen Fußballjungs ihren Idolen „Schweini“ oder „Özi“ nacheifern und sich blutige Knie holen. Nicht selten werden sie dann von ihren daneben stehenden Eltern angefeuert und gelobt. Hechtet allerdings ein Mädchen, nach der Manier eines Renè Adlers, einem Ball hinterher heißt es häufig noch „Pass auf, du machst dir die Hose schmutzig!“

skalierte Nr_6Nicht zu übersehen ist allerdings, dass sich auch unsere Gesellschaft ändert. Wer hätte noch vor einem halben Jahrhundert gedacht, dass wir mal von einer Bundeskanzlerin regiert werden. Auch Frauen in körperlich anstrengenden Handwerksberufen sind heute keine Seltenheit mehr. Wesentlichen Anteil an dieser Veränderung haben wir auch unseren Deutschen Fußballfrauen, dank ihrer vielen internationalen Titel und Erfolge, zu verdanken. Immerhin gewannen von elf Frauenfußball-Europameisterschaften acht unsere Deutschen Frauen.

Frauen tragen die Hälfte des Himmels
(Chinesisches Sprichwort)

Frauen und Mädchen haben bei Wespe eine Heimat

Immerhin sind zwischenzeitlich 40 Jahre vergangen, in welchem unser Sportverein ohne eine weibliche „Mann“schaft agierte.  Andere Vereine haben in dieser Zeit durchaus gute Arbeit geleistet. Immerhin ist derzeit im DFB nahezu jede 11. Fußballmannschaft weiblich. In Hamburg sogar jede 10. (Quelle: DFB-Mitgliederstatistik 2013) und das zeigt uns, dass in unserer Stadt der Frauen- und Mädchenfußball eine hohe Akzeptanz genießt. So hat dann auch der Vorstand des SV West-Eimsbüttel im Herbst 2013 beschlossen, weiblichen Fußballerinnen aller Altersgruppen bei Wespe wieder eine Heimat zu bieten. Allerdings sind die Tage unseres schönen Sportplatzes in Stellingen gezählt. In 2015 werden wir nämlich ein neues Sportzentrum beziehen mit zwei Kunstrasenplätzen, einem später hinzukommenden Rasenplatz nebst Laufbahn etc., neuen Sanitär- und Umkleideräumen, Vereinsheim und anderen Überraschungen.

Interessierten Fußballmädchen/-frauen, Trainern, Betreuern oder ganzen Mannschaften stehen wir als Ansprechpartner zur Verfügung.

Euer
SV West-Eimsbüttel
(…welche sich wünschen, dass viele Fußballerinnen bei Wespe eine neue Heimat finden)


2 Gedanken zu „Der beliebteste Frauen-Mannschaftssport der Welt – ist Fußball

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