1:0 Heimsieg der 2. Herren des SV West-Eimsbüttel

SONNTAG | Charakter haben die Männer der 2. Herren des SV West-Eimsbüttel gezeigt, die von einigen Beobachtern noch in der Saisonpause als unfähig bezeichnet wurden. Sie beweisen momentan das Gegenteil!

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Wenn Daddy spielt, ist die kleinste Wespe natürlich dabei

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Nach zwei Auswärtspartien in Folge hieß es für die Männer vom Trainer-Duo Marc Nebermann und André Thiel endlich wieder Heimspiel. Und nachdem zuvor an gleicher Stelle bereits die erste Mannschaft des SV West-Eimsbüttel drei Punkte in Stellingen halten konnte, wollten auch die Wespen der Zweitvertretung mit einem guten Auftritt die Niederlage des letzten Spieltages vergessen machen. Mit der dritten Mannschaft von Union 03 wartete aber ein starker Gegner, war dieser doch äußerst souverän mit drei ungefährdeten Siegen in die Saison gestartet. Die Devise der Wespen lautete daher, mit einer starken Defensive zumindest einen Punkt zu erkämpfen.

004Die Partie begann eher verhalten: Union schickte sich direkt zu Beginn an, seine starke Offensivabteilung in Szene zu setzen, fand aber in der kompakten Abwehr von West-Eimsbüttel kaum nötige Lücken. So hatten die Gäste zwar leichte Vorteile beim Ballbesitz, Chancen sprangen dabei aber nicht heraus. Im Gegenzug ließen auch die Hausherren den Ball bei eigenem Besitz gut in den Reihen laufen, wobei der letzte Pass zunächst ebenfalls nicht sein Ziel fand. Das Match spielte sich so fast ausschließlich im Mittelfeld ab – für Taktiker sicherlich eine interessante Partie, der Großteil der Zuschauer wollte aber Torraumszenen.

Mitte der ersten Halbzeit wurde dieser Wunsch dann auch erhört: da die Männer in Blau-Weiß ihr Zentrum weiter dicht hielten, verlegte man sich bei Union vermehrt auf lange hohe Bälle, um die Abwehr direkt zu überspielen und die eigenen schnellen Leute so vor das Tor von Martin Reimer zu bringen. Durch das gute Verschieben in der Hintermannschaft konnte West-Eimsbüttel zwar viele dieser Versuche bereits im Keim ersticken, vereinzelt fanden die starken Pässe aber dennoch ihr Ziel. So kam Union nun zu ersten Abschlüssen – der nach seiner Verletzungspause zurückgekehrte Wespe-Keeper zeigte sich aber in glänzender Verfassung.

003Doch nicht nur die Gäste erspielten sich nun Chancen, auch die Hausherren zeigten jetzt mehr Konsequenz im Aufbauspiel. Beste Möglichkeiten hatten Norman Ladiges, dessen Kopfball nur knapp am linken Pfosten vorbei ging, und Patrick Schwarz, doch sein Schuss konnte noch im letzten Moment geblockt werden. Das Spiel war jetzt auch für den neutralen Zuschauer ansehnlich, auch wenn die Anzeigetafel zur Pause weiterhin auf 0:0 stand.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich weiterhin das gleiche Bild: beide Mannschaften agierten nahezu auf Augenhöhe, ließen den Ball gut laufen und erkämpften sich sukzessive Tormöglichkeiten, wobei Union dabei öfter den Abschluss suchte. Beide Torhüter hielten aber ihren Kasten weiterhin sauber und vor allem Martin Reimer zeigte mehrfach Glanzparaden. Und so kam es, wie es kommen musste, wenn eine Mannschaft ihre Chancen nicht nutzt: Qualität schlug Quantität. Nach einem Eckball der Wespen konnte der Ball zunächst aus dem Sechszehner geklärt werden, fand aber im eingewechselten Yanick Meyer einen dankbaren Abnehmer. Sein strammer, platzierter Flachschuss schlug unhaltbar neben dem rechten Pfosten ein (66.).

005Mit der Führung im Rücken setzten die Hausherren noch stärker auf eine kompakte Abwehr, bis zum Abpfiff war aber noch ein langer Weg. Die Männer von Union-Trainer Juan Manuel Cortes Blanco versuchten nun alles, um das Spiel noch zu drehen. Langsam schien sich aber Ratlosigkeit breitzumachen, sodass die Angriffe zunehmend unstrukturierter wirkten und West-Eimsbüttel so zu Kontermöglichkeiten kam. Mit ablaufender Spielzeit wurde das Spiel jetzt außerdem auch ruppiger. Schiedsrichter Nadjim Sarwary zückte deshalb noch mehrfach die gelbe Karte. Kurz vor Ende der regulären 90 Minuten traf es dabei Benny Salewski  bereits das zweite Mal in dieser Partie, sodass West-Eimsbüttel die letzten Minuten nun in Unterzahl über die Zeit bringen musste.

Das Spiel ging jetzt nur noch in eine Richtung und das war das Wespe-Tor. Doch die Torschüsse gingen entweder vorbei oder landeten in den Armen des Keepers. Mit Ablauf der fünfminütigen Nachspielzeit war dann endlich der glückliche aber sicher nicht unverdiente Dreier für West-Eimsbüttel perfekt.

006007009099Weniger perfekt war leider, was sich nach dem Spiel auf dem Rasen zutrug. Es kam zur Rudelbildung und vereinzelten Wortgefechten zwischen Spielern beider Teams. Die Trainer konnten ihre Mannschaften aber glücklicherweise zügig zur Ordnung aufrufen, sodass die Mannschaften dann geschlossen in ihre jeweiligen Kabinen aufbrachen. Somit bleibt ein kleiner Wehrmutstropfen auf einem sonst aus West-Eimsbütteler Sicht sehr erfolgreichen Sonntag.  

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