Wespen glauben weiter an Sensation: Sternschanze 5. – West-Eimsbüttel 2.: Endstand 1:2

Ganze zwei Punkte konnten die Zweiten Herren des SV West-Eimsbüttel in der Hinrunde einfahren. Einen davon gegen die Fünfte von Sternschanze, wobei seinerzeit noch mehr drin war, denn erst kurz vor Abpfiff konnten die Schanzer ausgleichen und so den ersten Saisonsieg für Wespe noch vereiteln. Anschließend sollte es ein halbes Jahr dauern, bis man endlich über einen Dreier jubeln konnte – gegen Sternschanze.

Aber der Reihe nach:  dass man bei Wespe die Winterpause nicht nur zum Faulenzen genutzt hat, konnte man bereits im ersten Spiel des Jahres sehen, als man auswärts gegen Lurup trotz längerer Unterzahl fast den Sieg holte und nur ungern am Ende mit der Punkteteilung heimfuhr. Auch bei Eidelstedt zeigte man eine ansprechende Leistung, letztlich wurde die Chancenverwertung zum Verhängnis. Nun stand also das nächste Auswärtsspiel an und trotz Ausgangslage in der Tabelle war man zuversichtlich und reiste mit einem klaren Ziel an: ein Sieg sollte her.

Schon früh bekamen diese Pläne aber einen Dämpfer, denn bereits nach sieben Minuten stand es 1:0 für Sternschanze. Und in der Folge ging es auch hauptsächlich in eine Richtung, denn die Gäste ließen den Hausherren viel zu viel Platz, gingen nicht entschlossen genug in die Zweikämpfe. Eigene Chancen waren darum für West-Eimsbüttel rar gesät. Meist wurden mehr aus Verlegenheit heraus lange hohe Bälle gespielt. Gefährlich wurde es vor allem dann, wenn diese Mike Stelling fanden, der als Sturmspitze oft auf die Außen auswich, sich dann durchtankte. Die Abschlüsse waren anschließend aber nicht konsequent genug. Die Platzherren erspielten sich dagegen so einige Chancen, scheiterten jedoch am sehr starken Florian Stolle sowie einmal an sich selbst, als kurz vor der Pause das 2:0 eigentlich fallen muss, der Ball aber am Ende neben dem freien Tor landete.

Mit dem knappen Rückstand konnte man bei Wespe gut leben, schließlich war jetzt noch alles drin. Nur ein Tor und man war wieder zurück im Spiel. In der Kabine schworen sich Spieler und Trainer ein, Leidenschaft und Kampfgeist sollten in den zweiten 45 Minuten auf den Platz gebracht werden. Und je länger das Spiel lief, umso mehr traten diese Eigenschaften in den Vordergrund. Das Spiel war jetzt ausgeglichener und nun kam auch Wespe zu guten Chancen. Die bis dahin größte verpasste Marc Nebermann noch knapp, als er im Fünfer nur Zentimeter am Ball vorbeirutschte. Ein paar Minuten später aber konnte er dann doch den ersehnten Jubel einleiten: nach einer schönen Flanke in den Sechzehner köpfte er den Ball aus dem Lauf ins lange Ecke (70.).

Sternschanze konnte man ansehen, dass sie zunehmend mit dem Ergebnis und in der Folge auch mit sich selbst haderten. Das machte sich West-Eimsbüttel zu Nutze und ließ nicht locker. Der Treffer schien noch mehr Kräfte freizusetzen und jetzt wollte man noch mehr. Kurz vor dem Ende gab es dann einen großen Aufreger, als Mike Stelling fast frei durch war und nur mit einer Grätsche an der Strafraumgrenze gestoppt werden konnte. Der Übeltäter sah trotz vermeintlicher Notbremse gelb, der anschließende Freistoß brachte nichts ein. Aber noch war das Spiel nicht durch. Beim erneuten Nadelstich der Wespen fand der Ball seinen Weg in den Fünfer und Dudley Shigwedha hämmerte den Ball in die Maschen (90.). Die Euphorie kannte jetzt keine Grenzen, die Spieler bildeten eine Große Traube, der Torschütze sprang seinen Trainern in Arme. Der Sieg war zum Greifen nah, denn es lief bereits die Nachspielzeit. In dieser versuchte Sternschanze nochmal alles bis der Schlusspfiff die Gäste dann endgültig erlöste.

Mit den drei Punkten kann West-Eimsbüttel seine Punkteausbeute verdoppeln. Der Abstand auf das sichere Ufer ist weiterhin entfernt, aber noch immer in Sichtweite. Und mit dem Einsatz, den man in der zweiten Hälfte zeigte, ist auch in den kommenden Spielen alles möglich.

Aufstellung: Stolle – Schoop, Bellenbaum, Paulsen, Distefano – Shigwedha, Ladiges, Nebermann (Zümrüt), Stubbe (Baraki) – Drews (Siagian), Stelling

Bericht: André Thiel

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