Elefantenrennen im Tabellenkeller

Elefantenrennen im Tabellenkeller – West-Eimsbüttel II siegt erneut, aber Konkurrenz zieht weiter mit

In der Winterpause von fast allen bereits abgeschrieben, hat sich die Zweite von West-Eimsbüttel in den letzten Wochen von Spiel zu Spiel mit Leidenschaft zu Punkten gekämpft. Die Nichtabstiegsplätze sind zumindest wieder in Reichweite. Und so sollten drei weitere Zähler zuhause im „6-Punkte-Spiel“ gegen Heidgraben folgen. Nach dem Hinspiel, in dem man nur äußerst unglücklich verlor, durfte man die Gastgeber bei aktueller Form durchaus als Favorit betrachten.

Und so ging man auch zu Werke – von Anfang an war Wespe das spielerisch bessere Team, Heidgraben aber verteidigte hart und versuchte immer wieder so gewonnene Bälle lang und hoch vors Tor der Gastgeber zu bringen. Das eine oder andere Mal konnten diese nur mit etwas Mühe geklärt werden, wirkliche Gefahr kam dennoch nicht auf. Nach vorne fehlte bei Wespe oft der letzte Pass, leichtere Fehler im Aufbau führten dazu, dass der optische Vorteil nicht regelmäßig in Chancen umgemünzt wurde. Und so kam es, wie es kommen musste – nach einem langen Ball Mitte der ersten Halbzeit stand plötzlich ein Heidgraben-Spieler allein in der gegnerischen Hälfte und konnte sich die Ecke aussuchen. Dass seine Position durchaus abseitsverdächtig war, änderte nichts an der Entscheidung des Schiedsrichters, der das Tor gab. Einige Minuten später stand der Unparteiische dann erneut im Fokus, als er Mike Stelling zunächst die Gelbe Karte zeigte, womit der Spieler nicht einverstanden war. Als dieser deshalb kurz diskutierte, sah er erneut gelb und durfte den Platz daraufhin verlassen. Ob hiermit ein Spiel zu beruhigen ist, liegt selbstverständlich im Ermessenspielraum des Schiedsrichters. Die Zuschauer waren weniger begeistert, feuerten ihre Mannschaft aber nur noch mehr an.

Mit dem Stand von 0:1 gingen die Teams in die Kabinen. Die Hausherren reagierten auf die Unterzahl und stellten das System entsprechend um. Die Marschroute änderte sich aber nicht – man wollte die drei Punkte. In der Folge sah man auch kaum, dass ein Team mit einem Mann mehr spielte, denn Wespe war mehr als nur gleichwertig. Man reduzierte die Fehlpässe, spielte zielgerichteter über die Außen und kam so zu nennenswerten Chancen. Dichao „Didi“ Yao sorgte früh für den erlösenden Ausgleich. Aber auch der war den Mannen von West-Eimsbüttel noch nicht genug und so spielten sie weiter auf Sieg. Eine viertel Stunde von Schluss schob dann Dudley Shigwedha zur 2:1-Führung ein. Weitere Chancen wurden nicht genutzt, aber auch die Gäste konnten nicht mehr zurückkommen, sodass es bei dem Ergebnis blieb.

Damit steht Wespe jetzt bei 16 Punkten. 13 davon holte man in den letzten fünf Spielen. Aber auch die Konkurrenz konnte zuletzt punkten und so bleibt es weiter spannend im unteren Tabellendrittel. Fünf Mannschaften kämpfen noch um den Klassenerhalt, nur drei werden am Ende jubeln können. Damit Wespe eins dieser Teams ist, wird schon für den kommenden Sonntag mindestens ein Punkt angestrebt, wenn es zum Platzderby gegen Stellingen kommt.

Kader: Rudolph – Schoop, Yao, Jahnke, Batzer (Kubow) – Siagian, Menge, Lewandowski – Shigwedha, Stelling, Stubbe (Metzendorff); Mohr, Drews, Fuchs

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